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Supervision allgemein

Teamsupervision und Fallbesprechungen im Rahmen von Supervision haben sich in allen psychosozialen und pädagogischen Berufen bewährt. Profitieren können aber alle Arbeitsbereiche, in denen Menschen miteinander kooperieren müssen. Gerade in der Wirtschaft weiß man, dass durch unkooperatives Verhalten jedes Jahr Millionenverluste entstehen. Supervision kann hier für eine Verbesserung des Arbeitsklimas sorgen,  zu mehr Freude und Selbstbewusstsein bei der Arbeit, zu weniger Fehlzeiten und somit letztlich zu einer Effektivitätssteigerung führen. Die Teamsupervision bietet Raum für die Reflektion von Teamprozessen und fördern den kollegialen Austausch.
Bei  der reinen Fallsupervision wird die Effektivität und Professionalität der Arbeit gesteigert. Diese ermöglicht eine intensive Beschäftigung mit schwierigen Klienten, Patienten, Kunden oder Betreuten. Auch schwierige Situationen können von einer übergeordneten Perspektive aus betrachtet werden und somit können kraftraubende Verstrickungen aufhören. Außerdem kann in der Supervision Raum gegeben werden zu einer  vertieften Auseinandersetzung mit besonderen Fragestellungen, die im Berufsalltag oft nicht möglich ist.

Spezifische personenzentrierte Supervision

Die personenzentrierte Supervision bietet die faszinierende Chance einer mehrfachen Weiterentwicklung
  • 1.das Team entwickelt sich, lernt neue Konfliktlösungsstrategien, lernt mit Krisen anders umzugehen, lernt seine Grenzen flexibler anzupassen, lernt die wichtigen Ziele von den weniger wichtigen zu unterscheiden, lernt einen neuen Blick auf sein Klientel zu entwickeln, d. h. es lernt eine neue, gemeinsame Haltung gegenüber Problemen und kritischen Fällen zu entwickeln
  • 2.Die jeweiligen Klienten, Patienten, Betreuten etc. können sich genau an den schwierigen Stellen entwickeln. Sie lernen, je nach Bedarf mehr Eigenverantwortung oder sie erfahren Fürsorge und ein für sie neues Getragenwerden und Eingebundensein auch in kritischen Situationen.
  • 3.Die einzelnen Mitglieder erleben im Laufe eines Supervionszyklus eine Weiterentwicklung der eignen Persönlichkeit, da es sehr häufig um sehr grundsätzliche Fragestellungen des Menschseins geht, wie z.B. um die Nähe/ Distanz- Problematik, um Fragen von Verantwortung, Bindung, Kontaktfähigkeit, Sucht…. .
Zusammenfassend kann man sagen, dass sowohl die personenzentrierte Team, als auch die Fallsupervision den Handlungsspielraum aller Beteiligten erweitern. Neue, oft kreative Ideen werden in die ursprüngliche professionelle Haltung aufgenommen. In allen oben genannten Bereichen findet eine Stärkung des Selbstbewusstseins statt.

Einzelsupervision

Auch für Menschen, die nicht im Team arbeiten oder die in besonderen Fällen eine supervisorische Begleitung brauchen, ist Supervision immer wieder hilfreich, um die Arbeit professionell bewältigen zu können (z.B. bei Einzelbetreuungen, bei schwierigem Klientel , bei Streitigkeiten mit der Leitung…).

Leitungssupervision

Eine Leitungssupervision kann sehr hilfreich sein, um den besonderen Aufgaben und Problemstellungen gerecht zu werden, wie z.B. die oft schwer aushaltbaren „einsamen Entscheidungen“, die Leitungspersonen zu fällen haben, sie kann hilfreich sein, sich über den eigenen Leitungsstil klarer zu werden, um die persönlichen Möglichkeiten und Grenzen von Leitungstätigkeiten besser auszuschöpfen.

Im Team unserer Gemeinschaftspraxis gibt es einen großen Erfahrungsschatz in berufs- begleitender Supervision, vor allem in sozialen Arbeitsfeldern. Auch im Bereich der Supervision von Einzelpersonen oder Paaren, die Pflegekinder aufgenommen haben, gibt es  jahrelange Erfahrungen.